Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
In 18 Monaten zum/zur Brandmeister*in
Die Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Feuerwehr zum/zur Brandmeister*in dauert insgesamt 18 Monate. Neben der feuerwehrtechnischen Grundausbildung, in der Sie die Grundlagen der Aufgabengebiete Brandbekämpfung und Hilfeleistung erlernen, durchlaufen Sie in dieser Zeit auch die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter*in und machen ihren Führerschein Klasse C. Die Grundausbildung startet überwiegend zum 1. April sowie 1. Oktober eines jeden Jahres. Die Ausbildung bei der Feuerwehr beinhaltet grundsätzlich sechs Ausbildungsabschnitte, die jeweils nach Ausbildungsinhalt und Ausbildungsdauer gegliedert sind. Die Feuerwehr Ahlen schickt ihre Brandmeisteranwärter für die Zeit der Ausbildung an eine externe Feuerwehrschule. Diese kann je nach Verfügbarkeit in Bocholt, sein aber auch bei anderen Feuerwehren die Brandmeister ausbilden. Für die Zeit der Ausbildung in einer der externen Feuerwehrschule kann ihnen je nach Entfernung eine Ortsnahe Unterkunft gestellt werden.
Voraussetzungen
Voraussetzungen zur Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
Um sich überhaupt bewerben zu können, muss der/die Bewerber*in bestimmte Einstellungsvoraussetzungen erfüllen:
mindestens Hauptschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand und
eine für den feuerwehrtechnischen Dienst geeignete erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung oder absolvierte Berufsausbildung
Nachweis des Führerscheins der Klasse B
Nachweis des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze oder eines mindestens gleichwertigen Schwimmabzeichens
nach amtsärztlichem Gutachten für den Dienst in der Feuerwehr geeignet
zum Zeitpunkt des Antritts des Vorbereitungsdienstes das Alter von 40 Jahren und 6 Monaten noch nicht erreicht – es sei denn, es liegen Ausnahmetatbestände für das Höchstalter gemäß § 14 Abs. 5 des Landesbeamtengesetzes (LBG NRW) vor
Erfüllung der Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis (u.a. die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der EU)
Ihr Führungszeugnis darf keine Eintragung enthalten (wird im Rahmen des Auswahlverfahrens überprüft)
Weiter erwarten wir zusätzlich von Ihnen:
Persönliches Engagement und Leistungsbereitschaft
Hohe physische und psychische Belastbarkeit
Teamfähigkeit
Gute Deutschkenntnisse
Technisches Verständnis
Flexibilität, Spontanität und Anpassungsfähigkeit
Spaß am Umgang mit Menschen
Ausbildungsablauf
Ausbildungsabschnitt 1
- Grundausbildung
- Sprechfunker im BOS
- Atemschutzgeräteträger
- Maschinist für Löschfahrzeuge
- Ausbildung zum Gerätewart
- Absturzsicherung
- Lehrgang Einheiten im ABC Einsatz 1
Es wird praxisnah ausgebildet. Zur Erreichung dieses Zieles wird in der Atemschutzausbildung eine realitätsnahe Ausbildung mit Wärmeerfahrung, Flash Over-Training und einem taktischen Training durchgeführt.
Ausbildungsabschnitt 2
In diesem Ausbildungsblock erfolgt die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter*in.
- Theoretischer Grundlehrgang (160–240 Stunden)
- Klinikpraktikum (80–160 Stunden)
- Rettungswachenpraktikum an der Lehrrettungswache Ahlen (160 Stunden)
- Abschlusslehrgang mit Prüfung zum/zur Rettungssanitäter*in (40 Stunden)
Sollten Brandmeisteranwärterinnen bereits über eine medizinische Qualifikation als Rettungssanitäterin, Rettungsassistentin oder Notfallsanitäterin verfügen, wird die Zeit der eigentlichen Ausbildung zur Rettungssanitäter*in einem rettungsdienstlichen Wachpraktikum genutzt.
Ausbildungsabschnitt 3
Hier wird das erlernte Wissen der Feuerwehrausbildung vertieft. Zusätzlich werden in diesem Teil die Lehrgänge Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge und Motorkettensägeführer (Modul A/B) durchgeführt.
Ausbildungsabschnitte 4 und 5
Die Ausbildungsabschnitte 4 und 5 dienen dazu, das bisher erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen.
Abschnitt 4 beginnt mit einer Einführungswoche. In dieser Zeit lernen die Brandmeisteranwärterinnen die Feuerwache, die Wachabteilung sowie die organisatorischen Abläufe kennen. Darüber hinaus erfolgen umfangreiche Einweisungen auf die Fahrzeuge und Geräte, damit sich die Anwärterinnen zunächst sicher auf der Feuerwache orientieren und im täglichen Dienstgeschehen zurechtfinden können.
Im weiteren Verlauf der Ausbildungsabschnitte leisten die Brandmeisteranwärter*innen ihr Wachpraktikum auf einer Wachabteilung der Feuerwehr Ahlen ab und werden aktiv im Einsatzdienst eingesetzt. Dabei sammeln sie unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen wertvolle praktische Erfahrungen und setzen das während der Ausbildung erlernte Wissen in realen Einsatzsituationen um.
Sofern der Führerschein der Klasse C noch nicht vorhanden ist, wird dieser während der Ausbildungsabschnitte in der Behördenfahrschule erworben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Brandmeisteranwärter*innen die erforderlichen Voraussetzungen für den späteren Einsatz auf den Feuerwehrfahrzeugen erfüllen.
Ausbildungsabschnitt 6
In diesem letzten und entscheidenden Abschnitt werden die Brandmeisteranwärter*innen auf die Laufbahnprüfung vorbereitet, um diese erfolgreich abzulegen. Während der gesamten Ausbildung wird auf eine praxisnahe Ausbildung großen Wert gelegt, so dass nach der Laufbahnprüfung der Wachalltag und die Einsätze einer Feuer- und Rettungswache für sie bekannt sind.
Ausbildungsabschnitt 7
Nachdem alle Ausbildungsabschnitte absolviert wurden, findet zum Ende des Vorbereitungsdienstes die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst statt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Entwickeln Sie sich innerhalb der Feuerwehr Ahlen weiter.
Du hast nach der Ausbildung zum/zur Brandmeister*in die Möglichkeit, dich nach persönlicher Neigung und Eignung auf weitere Spezialausbildungen intern innerhalb der Feuerwehr weiterzuentwickeln und dich zu bewerben, z. B.:
- Notfallsanitäter*in
- Disponent*in in der Einsatzzentrale
- Desinfektor*in
- Spezialisierung in einer der Fachwerkstätten